Aktuelles Buch: Karl-Heinz Ott. Endlich Stille

Zum Inhalt: Der Ich-Erzähler, ein Spinozsa-Experte, trifft auf dem Heimweg aus Amsterdam in Strassburg auf Friedrich Grävenich, der sich sogleich an seine Fersen heftet und schliesslich auch bei dem Erzähler einzieht. Grävenich aus der Wohnung zu werfen, sich endlich mit einem "Nein" zu befreien, das schafft der Erzähler nicht. Er muss einen Weg finden, ihn loszuwerden. Irgendwie

Das Buch ist absolut berechenbar, von Anfang an ist das Ende klar ersichtlich. Der Weg dorthin ist nicht annähernd so gut geschrieben, wie es sein sollte, wenn man denn schon zu Beginn preisgibt, wie es endet. Formal gesehen untere Mittelklasse - die fehlende Unterteilung in Kapitel ist zwar auf der einen Seite ein toller Handstreich, um den Monolog des Erzählers darzustellen, auf der anderen Seite jedoch treibt man zwischen den Zeilen, treibt in einem manchmal unendlich erscheinenden Fluss aus aneinandergereihten Worten.

Mein Fazit: Nicht wirklich mein Fall. Der Plot an sich mag verführerisch wirken, ist auch an sich nicht schlecht. Aber auch nicht gut. Wenn der Autor schon zu Beginn klar macht, wie das Buch enden soll, so sollte wenigstens der Weg zum Ende einigermassen stimmig und "spannend sein". So wie das Buch ist, ist es definitiv zu lang, als Kurzprosa geeigneter, zum Roman ausgeweitet jedoch schlichtweg ermüdend.

8.4.08 08:21
 


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